FAQ

Was ist Psychotherapie? Warum Psychotherapie?

Psychotherapie bietet einen geschützten Raum zur Behandlung psychischer Erkrankungen und seelischer Belastungen. Sie richtet sich einerseits an Menschen, die einen anhaltenden Leidensdruck erleben, etwa durch Ängste, depressive Symptome oder belastende Lebenserfahrungen.

Andererseits bietet Psychotherapie auch jenen Menschen ohne akuten Leidensdruck die Möglichkeit, in professioneller Begleitung sich selbst besser kennen zu lernen, ihre Persönlichkeit und ihren emotionalen Wahrnehmungs- und Handlungsspielraum zu differenzieren und zu erweitern.

Ziel ist es dabei, sein Denken, Fühlen und Handeln besser zu verstehen. Darüberhinaus: Ursachen auf den Grund zu gehen, innere Prozesse bewusst zu machen und nachhaltige Veränderungen zu ermöglichen.

Was ist Gestalttherapie? Warum Gestalttherapie?

Die Integrative Gestalttherapie ist eine vom Bundesministerium für Gesundheit anerkannte Psychotherapiemethode. Sie ist dem humanistischen Cluster der Psychotherapie-Methoden zuzurechnen.

Laura Perls, eine der Gründerpersonen, beschreibt die Gestalttherapie als erfahrungszentriert, existenziell und experimentell. Das bedeutet für mich im Kern: Es geht darum, mit dem in Kontakt zu kommen, was Sie im Hier und Jetzt erleben (erfahrungszentriert) und wie sie im Hier und Jetzt ihr Da-Sein erfahren (existentiell). Das In-Kontakt-Kommen ist keine rein kognitive Leistung, sondern ausdrücklich ein leibliches Erleben, indem körperliche Empfindungen, Haltungen und Emotionen ins Gewahrsein rücken.

Das Ziel ist dabei die Entwicklung und Verfeinerung dieses Gewahrseins bzw. das Bewusstwerden aller im Moment wahrnehmbaren Gefühle, Gedanken, Empfindungen und Verhaltensweisen. Dafür stehen dem Therapeuten neben dem Gespräch auch weitere Methoden (z.B. Szenisches, Kreatives, Körperwahrnehmung) zu Verfügung, die natürlich nur mit dem ausdrücklichen Einverständnis durchgeführt werden (experimentell).

Auf diese Weise eröffnen sich neue Wahrnehmungsräume: Einerseits bekommen die eigenen Wünsche und Bedürfnisse mehr Klarheit oder werden erstmals sichtbar. Andererseits werden festgefahrene, automatisierte und unbewusste Denk- und Verhaltensmuster dem Bewusstsein werden zugänglich.

Das Ziel ist dabei die Erweiterung und Entwicklung des inneren und äußeren Handlungsspielraums, damit die Selbstregulation und die Selbstheilungskräfte wirken können.

Die Basis liegt in der vertrauensvollen, tragfähigen und wertschätzenden therapeutischen Beziehung.

Gestalttherapie: Mehr erfahren.

Was bringt mir Selbsterfahrung? Wozu Selbsterfahrung?

Ganz allgemein gesagt, hilft Ihnen Selbsterfahrung dabei, sich selbst besser zu verstehen. Durch dieses bessere Verstehen können Sie den Herausforderungen des Lebens, etwa im Berufsalltag oder in Beziehungen, wirkungsvoller und authentischer begegnen, indem Ihnen differenziertere Wahrnehmungen und mehr Handlungsmöglichkeiten zu Verfügung stehen.

Durch die Entwicklung und Verfeinerung des Gewahrseins für eigene Verhaltensmuster, Glaubenssätze und für emotionale Reaktionen werden Ihnen „blinde Flecken“ bewusst. Des Weiteren bekommen ihre Wünsche und Bedürfnisse mehr Klarheit.

Dadurch wächst die Erweiterung und Entwicklung des inneren, psychischen Handlungsspielraums. Oft geht damit ein Gefühl von Ruhe, Gelassenheit und Authentizität einher. Im Berufsalltag und privaten Beziehungen lernen Sie, Ihre emotionalen Reaktionen besser zu verstehen und entsprechend Ihren Wünschen, Bedürfnissen und Werten zu handeln.

Mit dem Therapeuten oder in einer Selbsterfahrungsgruppe sind solche neuen Erfahrungen möglich. Teilhnehmer*innen in Gruppen kommen erfahrungsgemäß mit folgende Themen in Kontakt: Meine Grenzen erkennen, NEIN sagen lernen, meine Wut verstehen, meinen Rückzug verstehen, die Spannung zwischenZugehörigkeitsgefühl vs. Autonomie wahrnehmen, usw.

Neugierig auf Selbsterfahrung in der Gruppe? Mehr erfahren.

Was ist der Unterschied zwischen Coaching und Psychotherapie?

Psychotherapie bietet einen geschützten Raum zur Behandlung seelischer Belastungen und psychischer Erkrankungen. Sie richtet sich an Menschen, die einen anhaltenden Leidensdruck erleben, etwa durch Ängste, depressive Symptome oder belastende Lebenserfahrungen. Ziel ist es, Ursachen zu verstehen, innere Prozesse bewusst zu machen und nachhaltige Veränderungen zu ermöglichen. Psychotherapie ist ein längerer Prozess, der über mehrere Monate oder Jahre gehen kann.

Coaching begleitet Menschen in beruflichen oder persönlichen Entwicklungsprozessen. Im Mittelpunkt steht eine aktuelle Fragestellung, bestimmte Ziele und Ressourcen – etwa bei Entscheidungsfindung, Rollenklärung oder Veränderungswünschen. Coaching ist lösungs- und zukunftsorientiert und richtet sich an Personen, die ihre Potenziale entfalten oder neue Perspektiven entwickeln möchten. Prozess beim Coaching können je nach Bedarf und Absprache mehrere Einheiten in Anspruch nehmen und endet mit der „Beantwortung“ einer aktuellen Fragestellung. 

Die Grenzen zwischen Psychotherapie und Coaching sind fließend.

Hier mein Angebot.

Warum kostet ein Erstgespräch so viel? Warum ist das Erstgespräch nicht kostenlos?

Ich nehme mir für das Erstgespräch 50 Minuten Zeit. Das ist die Dauer einer Einheit, in welcher Sie meine volle Aufmerksamkeit haben. In diesen 50 Minuten ist ein erstes Kennenlernen möglich, sowie ein erster Abgleich meines Angebots mit Ihrem Bedarf. Ich informiere Sie meinerseits über meine Arbeitsweise und organisatorische Rahmenbedingungen. Sie haben die Möglichkeit, mir zu zeigen, was Sie zu mir geführt hat – wichtig: Sie zeigen mir nur, so viel sie wollen.

Wenn wir uns beide vorstellen können, miteinander zu arbeiten und weiter in Beziehung zu treten, vereinbaren wir einen Folgetermin. Wenn Sie nach einigen Minuten merken, dass es zwischenmenschlich gar nicht für Sie passt, sprechen Sie das bitte an. Ich verweise Sie dann gerne an kompetente Kolleg*innen und es fallen keine Kosten für Sie an.

Kann ich eine Kostenerstattung bei der Krankenkassa beantragen? Kann ich die Honorarnoten bei der Krankenkassa einreichen?

Momentan ist eine Kostenerstattung bei Ihrer Krankenkasse nicht möglich, da ich mich im Status „Psychotherapeut in Ausbildung unter Supervision“ befinde.

Das ist die letzte Phase der Ausbildung, in der ich befähigt und berechtigt bin, selbstständig als Psychotherapeut zu arbeiten. Ich bin in dieser Phase verpflichtet, regelmäßig Supervision in Anspruch zu nehmen. Dort reflektiere ich mit einem erfahrenen Psychotherapeuten mein professionelles Handeln.

Dies kann für Sie als Klient*in den Vorteil haben, dass sich zwei Therapeuten Ihren Themen annehmen.

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